Balkonkraftwerk bei Stromausfall: Ihre Notstromlösung für Krisenzeiten

Balkonkraftwerk bei Stromausfall: Ihre Notstromlösung für Krisenzeiten

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: Betrieb & Nutzung

Zusammenfassung: Balkonkraftwerke funktionieren bei Stromausfällen nicht, da sie auf Netzspannung angewiesen sind; alternative Notstromlösungen sollten in Betracht gezogen werden.

Balkonkraftwerk bei Stromausfall: Geht das?

Die Frage, ob Balkonkraftwerke während eines Stromausfalls funktionieren, ist für viele Nutzer von großer Bedeutung. Leider müssen wir an dieser Stelle eine klare Antwort geben: Nein, Balkonkraftwerke sind bei Stromausfällen nicht einsatzfähig.

Der Hauptgrund dafür ist, dass die meisten Balkonkraftwerke, auch bekannt als Photovoltaikanlagen, auf die Netzspannung angewiesen sind. Sie wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der dann ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Sobald jedoch ein Stromausfall auftritt, schaltet sich der Wechselrichter automatisch ab. Dies geschieht aus Sicherheitsgründen, um zu verhindern, dass Strom ins Netz zurückfließt, was gefährlich für Techniker sein könnte, die an der Wiederherstellung der Stromversorgung arbeiten.

Zusätzlich ist es wichtig zu beachten, dass die integrierten Mikrowechselrichter von Balkonkraftwerken nicht in der Lage sind, ein aktives Stromnetz zu simulieren. Das bedeutet, dass sie ohne die Netzspannung nicht funktionieren können und somit keine Energie für den Haushalt bereitstellen. Auch wenn man über die Anschaffung eines Batteriespeichers nachdenkt, ist die Situation nicht viel besser: Standard-Batteriespeicher sind ebenfalls nicht inselfähig und benötigen ein funktionierendes Netz.

Für Nutzer, die in der Lage sein möchten, auch während eines Stromausfalls Strom zu nutzen, gibt es jedoch einige Alternativen. Die Installation eines Notstromspeichers könnte eine Lösung sein, vorausgesetzt, dieser ist mit dem Balkonkraftwerk kompatibel und entspricht den lokalen Vorschriften. Solche Systeme können im Notfall die nötige Energie liefern, um essentielle Geräte am Laufen zu halten.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Balkonkraftwerke für den Notfall nicht die optimale Lösung sind. Wer sich auf Stromausfälle vorbereiten möchte, sollte alternative Strategien in Betracht ziehen, um im Ernstfall gewappnet zu sein.

Automatische Abschaltung bei Stromausfall

Die automatische Abschaltung von Balkonkraftwerken bei einem Stromausfall ist eine entscheidende Sicherheitsfunktion. Diese Maßnahme schützt nicht nur die Geräte selbst, sondern auch Techniker, die im Falle eines Ausfalls Reparaturen oder Wartungsarbeiten durchführen. Doch wie funktioniert diese Abschaltung genau?

Wenn ein Stromausfall eintritt, erkennt der Wechselrichter sofort das Fehlen der Netzspannung. Da dieser Wechselrichter darauf angewiesen ist, die Netzfrequenz zu messen, kann er ohne diese Frequenz nicht arbeiten. Dies geschieht in der Regel innerhalb von Sekunden, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Zusätzlich zu den Sicherheitsaspekten gibt es auch technische Gründe für diese Abschaltung:

  • Verhinderung von Rückspeisung: Ohne Netzspannung könnte das Balkonkraftwerk theoretisch Strom ins Netz zurückspeisen, was zu gefährlichen Situationen führen könnte.
  • Schutz der Anlagentechnik: Die Abschaltung schützt die Anlage vor möglichen Schäden, die durch plötzliche Spannungsschwankungen verursacht werden können.
  • Regulatorische Vorgaben: Viele Länder haben strenge Vorschriften, die die automatische Abschaltung bei Stromausfällen vorschreiben, um die Sicherheit im Stromnetz zu gewährleisten.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese automatische Abschaltung nicht nur eine Funktion ist, sondern eine Notwendigkeit, die auf den Prinzipien der elektrischen Sicherheit basiert. Für Nutzer, die auf eine Notstromversorgung angewiesen sind, ist es ratsam, alternative Lösungen in Betracht zu ziehen, um ihre wichtigsten Geräte im Falle eines Stromausfalls am Laufen zu halten.

Vor- und Nachteile von Balkonkraftwerken als Notstromlösung

Vorteile Nachteile
Erneuerbare Energiequelle Funktioniert nicht bei Stromausfall
Reduzierung der Stromkosten Keine Möglichkeit der Rückspeisung ins Netz
Umweltfreundliche Energieerzeugung Standard-Batteriespeicher sind oft nicht inselfähig
Einfacher Installationsprozess Abhängigkeit von Netzspannung
Geringer Platzbedarf Notstromspeicher erforderlich für Notfälle

Funktionsweise des Wechselrichters

Der Wechselrichter spielt eine zentrale Rolle in der Funktionsweise von Balkonkraftwerken. Er ist dafür verantwortlich, den erzeugten Gleichstrom (DC) der Photovoltaikmodule in Wechselstrom (AC) umzuwandeln, der für den Betrieb von Haushaltsgeräten notwendig ist. Doch wie genau funktioniert dieser Prozess und welche weiteren Funktionen hat der Wechselrichter?

Hier sind die wesentlichen Aufgaben eines Wechselrichters:

  • Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom: Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom, der von den Solarmodulen erzeugt wird, in Wechselstrom um, der im Haushalt verwendet werden kann.
  • Netzüberwachung: Der Wechselrichter überwacht ständig die Netzspannung und -frequenz. Diese Informationen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die Energieversorgung stabil bleibt.
  • Maximale Leistungspunktverfolgung (MPPT): Viele moderne Wechselrichter sind mit einer MPPT-Funktion ausgestattet, die dafür sorgt, dass die Solarmodule stets unter optimalen Bedingungen arbeiten, um die maximale Energie auszuschöpfen.
  • Fehlererkennung: Der Wechselrichter kann Anomalien im System erkennen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um Schäden zu verhindern.
  • Kommunikation: Viele Wechselrichter verfügen über Kommunikationsschnittstellen, die eine Verbindung zu Monitoring-Systemen ermöglichen. So können Nutzer den Ertrag ihrer PV-Anlage überwachen und analysieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wechselrichter nicht nur eine Umwandlungsfunktion hat, sondern auch als intelligentes Steuergerät fungiert, das zur Effizienz und Sicherheit der gesamten Photovoltaikanlage beiträgt. Sein Design und seine Technologie sind entscheidend für die Leistung des gesamten Systems, insbesondere in Bezug auf die Energieerzeugung und -nutzung im Haushalt.

Einschränkungen von Batteriespeichern

Batteriespeicher sind eine attraktive Lösung für viele, die ihre Energieunabhängigkeit erhöhen möchten. Dennoch gibt es spezifische Einschränkungen, die Nutzer von Balkonkraftwerken bei der Integration von Batteriespeichern beachten sollten.

Eine der größten Herausforderungen ist, dass die meisten konventionellen Batteriespeicher nicht in der Lage sind, als Inselanlage zu funktionieren. Das bedeutet, sie können nur dann Energie liefern, wenn das Stromnetz aktiv ist. In einem Stromausfall kann die Batterie zwar gespeicherte Energie bereitstellen, aber nur, wenn sie zuvor entsprechend konfiguriert wurde und die richtige Technologie verwendet wird.

Hier sind einige wichtige Aspekte, die bei der Nutzung von Batteriespeichern in Verbindung mit Balkonkraftwerken beachtet werden sollten:

  • Kompatibilität: Nicht jeder Batteriespeicher ist mit jedem Wechselrichter kompatibel. Nutzer sollten sicherstellen, dass die Systeme zusammenarbeiten können, um optimale Leistung zu gewährleisten.
  • Technologische Anforderungen: Einige Batteriespeicher benötigen zusätzliche Steuerungseinheiten oder spezielle Software, um effektiv zu funktionieren. Dies kann zusätzliche Kosten und Komplexität mit sich bringen.
  • Kapazität: Die Speicherkapazität muss sorgfältig ausgewählt werden, um den tatsächlichen Energiebedarf im Notfall abzudecken. Eine zu geringe Kapazität kann dazu führen, dass wichtige Geräte nicht ausreichend versorgt werden.
  • Entlade- und Ladezeiten: Die Geschwindigkeit, mit der eine Batterie entladen oder geladen werden kann, ist entscheidend. Langsame Ladezeiten können die Effektivität im Notfall erheblich einschränken.
  • Regulatorische Vorgaben: In vielen Regionen gibt es Vorschriften, die den Einsatz von Batteriespeichern regeln. Diese können Einfluss auf die Installation und Nutzung haben und sollten vor der Anschaffung gründlich recherchiert werden.

Zusammenfassend ist es wichtig, sich der Einschränkungen bewusst zu sein, die Batteriespeicher in Verbindung mit Balkonkraftwerken mit sich bringen. Eine sorgfältige Planung und Auswahl geeigneter Technologien kann jedoch dazu beitragen, die Vorteile der Energienutzung im Haushalt zu maximieren und auf eventuelle Stromausfälle besser vorbereitet zu sein.

Notstromspeicher und ihre Möglichkeiten

Notstromspeicher bieten eine wertvolle Lösung für Haushalte, die auch bei einem Stromausfall auf eine zuverlässige Energieversorgung angewiesen sind. Sie ermöglichen es, die während des Tages erzeugte Solarenergie zu speichern und im Bedarfsfall zu nutzen. Doch welche Möglichkeiten bieten Notstromspeicher und was ist bei ihrer Nutzung zu beachten?

Hier sind einige der wichtigsten Aspekte und Vorteile von Notstromspeichern:

  • Inselfähigkeit: Im Gegensatz zu herkömmlichen Batteriespeichern sind viele Notstromspeicher so konzipiert, dass sie auch ohne Netzstrom funktionieren können. Dies erlaubt eine unabhängige Energieversorgung im Notfall.
  • Flexible Nutzung: Notstromspeicher können oft individuell konfiguriert werden, sodass Nutzer entscheiden können, welche Geräte im Falle eines Stromausfalls mit Energie versorgt werden sollen.
  • Erhöhung der Autarkie: Durch den Einsatz eines Notstromspeichers können Haushalte ihre Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz verringern und somit die Energiekosten optimieren.
  • Zusätzliche Sicherheit: Notstromspeicher bieten nicht nur eine Backup-Stromversorgung, sondern tragen auch zur Stabilität des gesamten Stromsystems bei, indem sie Spitzenlasten abfangen.
  • Regenerative Integration: Viele Notstromspeicher lassen sich nahtlos in bestehende Solaranlagen integrieren, wodurch die Energieeffizienz weiter gesteigert wird.

Es ist jedoch wichtig, einige Faktoren zu berücksichtigen, bevor man sich für einen Notstromspeicher entscheidet:

  • Kompatibilität: Prüfen Sie, ob der Notstromspeicher mit Ihrem bestehenden Balkonkraftwerk und Wechselrichter kompatibel ist, um eine optimale Leistung zu gewährleisten.
  • Kapazität und Leistung: Wählen Sie einen Speicher mit ausreichender Kapazität, um den Energiebedarf im Notfall decken zu können.
  • Kosten-Nutzen-Analyse: Berücksichtigen Sie die Anschaffungs- und Betriebskosten des Notstromspeichers im Vergleich zu den potenziellen Einsparungen und Vorteilen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Notstromspeicher eine sinnvolle Investition für Haushalte darstellen, die auch in Krisensituationen auf eine zuverlässige Energieversorgung angewiesen sind. Mit der richtigen Planung und Auswahl können sie eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden Balkonkraftwerken sein.

Prioritäten bei der Stromnutzung im Notfall

Im Falle eines Stromausfalls ist es entscheidend, die richtigen Prioritäten bei der Stromnutzung zu setzen. Eine kluge Auswahl der Geräte und Systeme, die mit Energie versorgt werden sollen, kann den Unterschied zwischen einem reibungslosen Ablauf und einem chaotischen Notfall ausmachen. Hier sind einige der wichtigsten Prioritäten, die zu berücksichtigen sind:

  • Notbeleuchtung: Die Sicherstellung von ausreichendem Licht in den Räumlichkeiten ist essenziell, um Orientierung zu behalten und Unfälle zu vermeiden. Notbeleuchtungssysteme sollten daher stets priorisiert werden.
  • Kommunikationsgeräte: Handys, Funkgeräte oder andere Kommunikationsmittel sind wichtig, um in Kontakt mit anderen zu bleiben und Informationen auszutauschen. Diese Geräte sollten ebenfalls priorisiert werden, um sicherzustellen, dass man im Notfall erreichbar ist.
  • Kühl- und Gefriergeräte: Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und die Sicherheit von verderblichen Waren zu gewährleisten, sollten Kühlschränke und Gefriertruhen eine hohe Priorität haben.
  • Medizinische Geräte: Für Personen, die auf medizinische Geräte angewiesen sind, ist es unerlässlich, diese Geräte mit Strom zu versorgen. Dazu gehören beispielsweise Beatmungsgeräte oder Insulinpumpen.
  • Sicherheitssysteme: Alarmanlagen, Kameras und andere Sicherheitssysteme sollten ebenfalls priorisiert werden, um die Sicherheit des Hauses zu gewährleisten.
  • Wasserversorgung: In Regionen, in denen Pumpen für die Wasserversorgung benötigt werden, ist es wichtig, die Energie für diese Systeme sicherzustellen, um eine kontinuierliche Wasserversorgung zu gewährleisten.

Die genannten Prioritäten können je nach individuellen Bedürfnissen und örtlichen Gegebenheiten variieren. Eine frühzeitige Planung und das Erstellen eines Notfallplans, der die wichtigsten Geräte und deren Energiebedarf berücksichtigt, können entscheidend sein, um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein.

Technische Grundlagen von Gleichstrom und Wechselstrom

Um die Funktionsweise von Balkonkraftwerken und deren Bedeutung bei der Energieversorgung zu verstehen, ist es wichtig, die grundlegenden Unterschiede zwischen Gleichstrom (DC) und Wechselstrom (AC) zu kennen.

Gleichstrom (DC) ist eine Form von elektrischem Strom, bei der die Elektronen in eine Richtung fließen. Diese Art von Strom wird typischerweise von Batterien, Solarmodulen und anderen erneuerbaren Energiequellen erzeugt. In einem Balkonkraftwerk wird der erzeugte Gleichstrom direkt von den Photovoltaikmodulen geliefert.

Im Gegensatz dazu fließt Wechselstrom (AC) in beide Richtungen und ändert regelmäßig seine Polarität. Diese Form des Stroms wird hauptsächlich in Haushalten und im öffentlichen Stromnetz verwendet. Die meisten elektrischen Geräte sind für den Betrieb mit Wechselstrom ausgelegt, da dieser eine effizientere Übertragung über lange Strecken ermöglicht.

Die Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom erfolgt durch den Wechselrichter, der die von den Solarmodulen erzeugte Energie für den Haushalt nutzbar macht. Dabei sind einige technische Aspekte zu beachten:

  • Frequenz: In Deutschland hat der Netzstrom eine Frequenz von 50 Hertz. Der Wechselrichter sorgt dafür, dass der erzeugte Wechselstrom diese Frequenz hat, um im Netz synchronisiert zu werden.
  • Spannungsanpassung: Der Wechselrichter passt die Spannung des Gleichstroms an, um die für Haushaltsgeräte erforderliche Spannung zu erreichen, typischerweise 230 Volt.
  • Effizienz: Die Effizienz der Umwandlung von DC in AC ist entscheidend für die Gesamtleistung des Balkonkraftwerks. Hochwertige Wechselrichter können eine Effizienz von über 95 % erreichen, was bedeutet, dass nur ein geringer Teil der Energie verloren geht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Verständnis der Unterschiede zwischen Gleichstrom und Wechselstrom sowie deren jeweilige Eigenschaften und Umwandlungsprozesse für die Nutzung von Balkonkraftwerken von zentraler Bedeutung ist. Diese Kenntnisse helfen dabei, die Effizienz und Sicherheit der Stromversorgung im Haushalt zu maximieren.

Vorbereitung auf Stromausfälle

Die Vorbereitung auf Stromausfälle ist ein wichtiger Schritt, um im Notfall handlungsfähig zu bleiben. Eine durchdachte Strategie kann helfen, die Auswirkungen eines Ausfalls zu minimieren und wichtige Funktionen im Haushalt aufrechtzuerhalten.

Hier sind einige praktische Tipps, um sich effektiv auf Stromausfälle vorzubereiten:

  • Notfall-Kit erstellen: Stellen Sie ein Notfall-Kit zusammen, das essentielle Vorräte wie Wasser, Lebensmittel, Taschenlampen, Batterien und ein Erste-Hilfe-Set enthält. Vergessen Sie nicht, auch eine Powerbank für Ihre mobilen Geräte bereitzuhalten.
  • Geräte priorisieren: Erstellen Sie eine Liste der Geräte, die im Falle eines Stromausfalls am dringendsten benötigt werden. Dies hilft Ihnen, den Energieverbrauch effizient zu steuern, falls Sie über einen Notstromspeicher verfügen.
  • Backup-Strategien entwickeln: Überlegen Sie, wie Sie im Notfall wichtige Geräte weiterhin mit Strom versorgen können. Dazu gehört die Nutzung von Notstromspeichern oder das Bereithalten von tragbaren Generatoren.
  • Regelmäßige Wartung: Stellen Sie sicher, dass Ihre Balkonkraftwerke und Notstromspeicher regelmäßig gewartet werden, um ihre Funktionsfähigkeit im Ernstfall zu garantieren. Achten Sie darauf, dass die Systeme in einwandfreiem Zustand sind.
  • Informationen sammeln: Informieren Sie sich über lokale Stromversorger und deren Notfallpläne. Wissen Sie, wie Sie im Falle eines Ausfalls Kontakt aufnehmen können, um Informationen über die voraussichtliche Dauer des Ausfalls zu erhalten.
  • Nachbarn einbeziehen: Tauschen Sie sich mit Nachbarn aus, um gemeinsam auf Stromausfälle vorbereitet zu sein. Eine Nachbarschaftsinitiative kann bei der Versorgung mit Lebensmitteln oder der Unterstützung bei medizinischen Geräten hilfreich sein.

Durch diese Maßnahmen können Sie sich nicht nur auf mögliche Stromausfälle vorbereiten, sondern auch Ihre allgemeine Resilienz gegenüber unvorhergesehenen Ereignissen stärken. Ein gut durchdachter Plan ermöglicht es Ihnen, in Krisensituationen besonnen und effektiv zu handeln.

Gesetzliche Bestimmungen und Sicherheit

Die gesetzlichen Bestimmungen im Bereich der Energieversorgung und insbesondere für Balkonkraftwerke sind darauf ausgelegt, sowohl die Sicherheit der Nutzer als auch die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten. Diese Vorschriften sind entscheidend, um die Risiken im Zusammenhang mit der Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Netz zu minimieren.

Ein zentraler Aspekt ist der Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz). Dieser sorgt dafür, dass Balkonkraftwerke bei einem Stromausfall automatisch abgeschaltet werden. Diese Regelung schützt nicht nur die Anlagen selbst, sondern auch Wartungspersonal, das möglicherweise an der Wiederherstellung der Stromversorgung arbeitet. Hier sind einige wichtige gesetzliche Rahmenbedingungen:

  • EEG-Novelle: Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gibt es spezifische Vorgaben zur Einspeisung von Solarstrom, die auch für Balkonkraftwerke gelten. Diese Regelungen definieren die technische Ausführung und die Sicherheit von Anlagen.
  • Installationsvorschriften: Die Installation von Balkonkraftwerken muss den Normen und Vorschriften der jeweiligen Länder entsprechen. Dazu gehören unter anderem Vorschriften zur elektrischen Sicherheit und zum Brandschutz.
  • Genehmigungen: In vielen Fällen ist für den Betrieb eines Balkonkraftwerks eine Genehmigung erforderlich. Diese variiert je nach Region und sollte vor der Installation eingeholt werden, um rechtliche Probleme zu vermeiden.
  • Versicherungsschutz: Betreiber von Balkonkraftwerken sollten auch an den Versicherungsschutz denken. Viele Versicherungen bieten spezielle Policen für Solarstromanlagen an, die Schäden oder Haftungsrisiken abdecken.

Die Beachtung dieser gesetzlichen Bestimmungen ist nicht nur eine Frage der Compliance, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit und Effizienz Ihrer PV-Anlage. Bei Unsicherheiten oder Fragen zu spezifischen Vorschriften ist es ratsam, sich an Fachleute oder die zuständigen Behörden zu wenden.

Erfahrungen und Meinungen

Der Einsatz von Balkonkraftwerken während eines Stromausfalls ist für viele Anwender ein zentrales Thema. Nutzer berichten, dass sie nach der Installation ihrer Mini-Solaranlage die Hoffnung hatten, auch bei Netzausfällen unabhängig Strom zu erzeugen. Diese Erwartung erweist sich jedoch oft als Fehlinformation.

Ein häufiger Punkt in Diskussionen: Standard-Balkonkraftwerke schalten sich bei einem Stromausfall automatisch ab. Der Grund dafür ist der gesetzlich vorgeschriebene Netz- und Anlagenschutz. Dieser sorgt dafür, dass der Wechselrichter, das Herzstück der Anlage, beim Ausfall des öffentlichen Stromnetzes keine Energie abgeben kann. Diese Sicherheitsfunktion ist notwendig, um das Stromnetz zu schützen und Gefahren zu vermeiden. Anwender sind oft enttäuscht, wenn sie feststellen, dass ihre Investition in eine Balkonanlage nicht die erhoffte Notstromlösung bietet.

Ein typisches Beispiel aus Foren zeigt, dass viele Nutzer in der ersten Euphorie von der Unabhängigkeit ihrer Anlage ausgehen. In Foren teilen Anwender ihre Erfahrungen und beschreiben die Enttäuschung über die Nichtverfügbarkeit von Strom während eines Blackouts.

Zahlreiche Anwender suchen nach Lösungen, um ihre Balkonkraftwerke notstromfähig zu machen. Eine Möglichkeit besteht darin, ein kompatibles Speichersystem zu integrieren. Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit Systemen wie dem Avocado Orbit M, das eine Notstromfunktion bietet. Diese Systeme können überschüssigen Solarstrom speichern und bei einem Netzausfall bereitstellen. Laut einer Quelle können solche Systeme auch mit einem notstromfähigen Wechselrichter ausgestattet werden. Dieser ermöglicht es, ein eigenes Stromnetz aufzubauen, das unabhängig vom öffentlichen Netz funktioniert.

Wichtige Komponenten sind auch automatische Umschalter, die den Wechsel zwischen Netz- und Notstromversorgung steuern. Anwender berichten, dass diese Technik eine entscheidende Rolle spielt, um wichtige Geräte auch während eines Stromausfalls mit Energie zu versorgen. Die Kombination aus Speicher und einem geeigneten Wechselrichter wird als Schlüssel zur Notstromversorgung angesehen.

Eine weitere Diskussion dreht sich um die Möglichkeit, Balkonkraftwerke in Verbindung mit Powerstationen zu nutzen. Nutzer im Photovoltaikforum fragen, ob ihre Anlagen mit einer Powerstation verbunden werden können. Diese Geräte könnten theoretisch die nötige Netzfrequenz liefern, um die Funktionsfähigkeit der Anlage auch bei einem Stromausfall aufrechtzuerhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die meisten Balkonkraftwerke ohne spezielle Anpassungen bei einem Stromausfall nicht einsatzfähig sind. Die Integration zusätzlicher Technologien kann jedoch helfen, diese Herausforderung zu meistern. Anwender sollten sich vor der Anschaffung über die Möglichkeiten informieren, um im Ernstfall gewappnet zu sein.